Die Gärten des Chion-in, des Haupttempels der Jōdo-shū, vereinen Erhabenheit und Stille. Besonders im Herbst breitet sich über die Klippen ein farbenprächtiges Meer aus rotem und goldenem Laub aus, das den Garten in eine erhabene Strahlkraft hüllt. Diese Szenerie lässt zugleich Vergänglichkeit und Ewigkeit der Natur spüren und führt die Besucher in eine tiefe innere Ruhe. Dieses herbstliche Bild habe ich mit der geometrischen Schönheit elektronischer Schaltkreise überlagert und in einer Pixel-Montage rekonstruiert. Erhabene Stille und feine Ordnung verschmelzen und deuten die Spiritualität des Gartens sowie den Wandel der Jahreszeiten in zeitgenössischer Form neu.